GLÜCKLICHE TAGE

von Samuel Beckett

And if for some strange reason no further pains are possible, why then just close the eyes – she does so – and wait for the day to come – opens eyes – the happy day to come when flesh melts at so many degrees and the night of the moon has so many hundred hours. (Happy days)

ab 9. Mai 2019 in der Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

beckett-@3007
Alexandra Sommerfeld, Günter Rainer | Inszenierung Sabine Mitterecker

Klangregie Wolfgang Musil, Ausstattung Alexandra Pitz, Dramaturgie Uwe Mattheiß,
Regieassistenz Julia Thym, Ausstattungsassistenz Veronika Harb
Produktion Tereza Kotyk
Artwork Eva Dranaz / 3007
 
Premiere: 9. Mai
Weitere Termine: 11. 14. 17. 18. 23. 24. Mai 2019
Beginn jeweils: 20.30 Uhr
Abendkasse ab 19.30 Uhr
 
Karten ab 1. April in der Galerie Elisabeth & Klaus Thoman 
1010 Wien, Seilerstätte 7
 
 
Eine Produktion von THEATER.punkt in Kooperation mit 
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman www.galeriethoman.com
 
Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main
 
Something Magical May Happen

Samuel Becketts Todestag jährt sich heuer zum 30. Mal. Vor einem halben Jahrhundert wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Der feierlichen Preisverleihung 1969 in Stockholm blieb er fern wie Jahrzehnte nach ihm Elfriede Jelinek. Beckett spricht durch seine Werke und fordert das Theater heraus bis in die Gegenwart. Er hat es in der Abstraktion auf die Spitze getrieben und es so konsequent wie kaum ein anderer nach ihm von der Last befreit, die Welt zu bebildern, Geschichten zu erzählen oder gesicherte Bedeutungen davon zu vermitteln, wovon die Rede ist. Sätze werden zu Fragmenten, Worte und Bedeutungen gehen keine stabilen Verhältnisse mehr ein. Sie öffnen vielmehr ein ganzes Spektrum von Welt-Möglichkeiten.

Für Schauspieler*innen bedeuten Becketts Reduktion aufs Einfachste zugleich das Schwerste. „Please don’t act!“ – findet sich als Eintrag in seinen eigenen Regiebüchern. Wenn man den Worten erlaubt, durch den Körper wie durch ein Gefäß hindurch zu atmen, so beschrieb Billie Withelaw, die 1979 in Becketts Inszenierung von „Glückliche Tage“ die Winnie spielte, ihre Erfahrungen mit dem Dichter als Regisseur, „something magical may happen“.

Becketts Spiel sensibilisiert Zuschauer*innen und Zuhörer*innen bis heute für ihre jeweilige Gegenwart und deren Verwerfungen. Eine Schicht aus Staub und Verehrung, die ein halbes Jahrhundert Rezeptionsgeschichte über diese Texte gelegt haben, kann getrost gelüftet werden. Die Arbeit mit „Glückliche Tage“ wird zur Untersuchung dessen, was von der Moderne noch übrig ist und welche Horizonte die Kunst in ihr der Zukunft vorauswirft.

Die Regisseurin Sabine Mitterecker verlegt ihre Bestandsaufnahme mit Alexandra Sommerfeld und Günter Rainer vom Theater in die Kunstgalerie.